Reflexionen

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Reflexionen

Lach mich an, für kurze Zeit,
der Platz im Herz scheint riesenweit.
Das Lebenswerk noch nicht ganz tot,
die Seltsamkeit tuts auch Zur Not.
Die Blume ist wohl eingenickt,
abgeknickt und abgepflückt.
Der alte Mann weiss längst Bescheid –
Für seine Spässchen keine Zeit.
Der Wahnsinn ist selbst angebrannt
in diesem Land nimmt überhand,
was sinnlos ist, was Maden frisst,
wer sich am Abend dreimal küsst,
ist eh egal, die feine Wahl,
in letzter Qual ein letzter Strahl.
Reflexionen einer neuen Welt,
die das Licht sich weiterhin erhält,
Reflexionen ohne Nebel in der Nacht,
der die Welt noch immer vorenthält.
Frag dich doch zum ersten Mal,
warum du grau, warum du fahl
im Boden sitzt und Eier legst,
warum du deinen Käfig fegst.
Es ist doch so, auf alter Schiene,
verziehst du keine Panzermine,
stolperst nie und rennst nie fort,
hast keine Zeit und keinen Ort.
Verzeih dir nicht, was du nicht bist,
das Leben ist nicht halb so trist
wie es einem manchmal scheint,
warum es liebt, warum es weint,
ist eh egal, die feine Wahl.